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Gertrude Hambira
(c) privat

Leben in Gefahr

Die bekannte Gewerkschafterin Gertrude Hambira befindet sich nach einem Überfall auf ihr Haus in akuter Lebensgefahr. Aus Sorge um ihre Sicherheit und ihr Leben ist sie untergetaucht.

Bewaffnete Männer drangen in ihr Haus ein

Am 3. November gegen Mitternacht verschafften sich drei bewaffnete Männer Zutritt in ihr Haus im Vorort Milton Park der Hauptstadt Harare. Gertrude Hambira selbst war zu der Zeit nicht zu Hause; anwesend waren ihr Ehemann, ihre Mutter und ihre Kinder.

Gertrude Hambiras Ehemann wurde von den Eindringlingen geweckt, die sich nach dem Aufenthaltsort seiner Frau erkundigten: Sie warfen ihn zu Boden und drohten ihn zu erschießen, falls er um Hilfe rufen sollte. Einer der Angreifer feuerte einen Schuss in das Dach des Hauses ab. Als eine Alarmanlage losging, flohen die Männer. Sie nahmen drei Handys, 100 US-Dollar in bar und einige Fotos von Gertrude Hambira und ihren Kindern aus dem Familienalbum mit. Gertrude Hambiras Ehemann konnte entkommen und einen Nachbarn alarmieren, bevor er die Polizei rief.

Landarbeiterinnen am Rande der Gesellschaft

Die 48-jährige Gertrude Hambira ist Generalsekretärin der Gewerkschaft der LandarbeiterInnen (General Agriculture and Plantations Workers' Union, GAPWUZ) in Simbabwe.

Die LandarbeiterInnen zählen zu den am stärksten benachteiligsten Gruppen der simbabwischen Gesellschaft. Gertrude Hambira war wegen ihres gewerkschaftlichen Engagements immer wieder Belästigungen und Attacken ausgesetzt. Im Jahr 2004 wurde die damals im achten Monat schwangere Gewerkschafterin von "Kriegsveteranen" entführt und mehrere Stunden gefangen gehalten. Sie hatte einen Workshop über Kinderarbeit abgehalten.

Ähnliche Übergriffe

In der Woche zuvor gab es zwei weitere Angriffe an PolitikerInnen, bei denen Staatssicherheitskräfte die mutmaßlichen TäterInnen sind:

  • Am 27. Oktober 2009 wurde Edith Mashayire, Mitarbeiterin der "Movement vor Democratic Change" (MDC), der Partei von Premierminister Morgan Tsvangirai, in Harare auf offener Straße angegriffen. Die Angreifer, die unter den Sicherheitskräften vermutet werden, erklärten Edith Mashayire, sie wäre verhaftet. Sie attackieren die Politikerin mit ihren Waffen, ließen sie aber wieder frei, als Edith Mashayire PassantInnen um Hilfe rief.
  • In derselben Woche entführten Staatssicherheitskräfte den MDC-Mitarbeiter Pascal Gwezere aus seinem Haus und folterten ihn. Danach wurde Pascal Gwezere angeklagt, in ein militärisches Waffenlager eingebrochen zu sein und im Jahr 1999 eine militärische Ausbildung in Uganda absolviert zu haben. Die Anklagen wirken konstruiert.

Helfen Sie mit.

Appellieren Sie an die Behörden und fordern Sie Schutz für Gertrude Hambira. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 18. Dezember 2009 keine Appelle mehr zu verschicken. Musterbriefe zum Runterladen