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Verhaftet und abgeschoben (Mai 2009)

Die Migrantengewerkschaft MTU muss ständig ihre Führungsriege erneuern, da die Behörden gegen ihre Mitglieder vorgeht.

Im November 2007 wurden der Präsident Kajiman Khapung, Vizepräsident Raju Kumar Gurung (Raj) und Generalsekretär Abul Basher M. Moniruzzaman (Masum) der Migrantengewerkschaft MTU (Seoul-Gyeonggi-Incheon Migrants Trade Union) verhaftet und zwei Wochen später im Geheimen und ohne Verfahren abgeschoben. Am 2. Mai 2008 wurden der mittlerweile dritte MTU-Präsident und der Vize-Präsident verhaftet und am 15. Mai 2008 abgeschoben.

Pläne der Regierung gegen Migranten

Die Regierung entschied im Jahr 2008, bis 2012 etwa die Hälfte aller Migranten, die sich ohne Rechtsstatus im Land aufhalten, abzuschieben.

Bei den Verhaftungen und Abschiebungen geht die Polizei mit Härte vor und setzt übermäßige Gewalt ein, wie etwa ein Video über die Verhaftung einer chinesischen Migrantin im April 2009 belegt.

MTU - eine grundsätzlich anerkannte Gewerkschaft

Die Migrantengewerkschaft MTU war im April 2005 gegründet geworden, um alle Arbeitsmigranten in Südkorea (circa 360.000 Menschen) unabhängig von ihrem Rechtsstatus (legal oder illegal im Land) zu vertreten. Im Februar 2007 wurde sie vom Obersten Gerichtshof von Seoul anerkannt. Das Arbeitsministerium weigert sich allerdings, die Gewerkschaft anzuerkennen und geht gegen führende MTU-Funktionäre vor.

Helfen Sie mit.

Appellieren Sie bis zum Dezember 2009 an die südkoreanischen Behörden, die Gewerkschaft MTU anzuerkennen und deren Mitglieder nicht länger zu schikanieren.

Hier finden Sie Musterschreiben an die südkoreanischen Behörden.
Weitere Informationen auf englisch.