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Kolumbien: vier GewerkschafterInnen ermordet - weitere in Gefahr (April 2008)

Am 6. März 2008 organisierte eine Koalition von Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, Verbänden indogener Gruppen und weiteren Organisationen zahlreiche Kundgebungen an 24 Orten in Kolumbien und in 70 weiteren Städten in 60 Ländern. Sie wollten damit gegen die Menschenrechtsverletzungen protestieren, die von den kolumbianischen Sicherheitskräften und den von der Armee unterstützten paramilitärischen Gruppen begangen werden. Kurz vor bzw. nach den Demonstrationen wurden vier Aktivisten ermordet, zahlreiche weitere mit dem Tode bedroht. ''' Morddrohungen gegen OrganisatorInnen'''

Am 11. März 2008 erhielten zahlreiche Organisationen - die meisten hatten sich an diesen Protesten beteiligt - per E-Mail eine Morddrohung, die von der paramilitärischen Metropolitanischen Front der Schwarzen Adler in Bogóta (Aguilas Negras – Bloque Metropolitano de Bogotá) zu stammen schien. In dem Schreiben wurden 28 namentlich genannten Personen angedroht, dass sie entführt würden. ''' Morde an vier GewerkschafterInnen'''

Zahlreiche GewerkschafterInnen und MenschenrechtsaktivistInnen wurden rund um den Protesttag am 6. März bedroht. Vier GewerkschafterInnen wurden ermordet:

    * Am 4. März wurde die Lehrerin Carmen Cecilia Carvajal, Mitglied der Gewerkschaft ASINORT, in Ocaña (Provinz Norte del Santander) umgebracht.
    * Am 7. März wurde Gildardo Antonio Gómez von der LehrerInnengewerkschaft ADIDA in Medellin ermordet.
    * Am 8. März wurde der Aktivist der Bankgewerkschaft UNEB, Leonidas Gómez, in seiner Wohnung in Bogota tot aufgefunden.
    * Am 12. März wurde die Leiche von Carlos Burbano, Führungsmitglied der Gewerkschaft für die Beschäftigten im Gesundheitswesen ANTHOC und Organisator des Protesttages im Südkolumbien, in San Vicente del Caguán (Provinz Caquetá) entdeckt.

Eine weitere Organisatorin des Protesttages, die Menschenrechtsaktivistin Adriana González, überlebte einen Anschlag auf ihr Leben, als am 29. Februar bewaffnete Männer Feuer auf ihr Haus eröffneten.

Helfen Sie mit

Appellieren Sie an die kolumbianischen Behörden. Fordern adäquate Maßnahmen zum Schutz der GewerkschafterInnen, MenschenrechtsaktivistInnen und aller, die sich an dem Protesttag beteiligten, sowie eine unabhängige und lückenlose Aufklärung der Morde und Morddrohungen, in Folge dessen die TäterInnen sich vor Gericht verantworten müssen.

Adressen:

Señor Presidente Álvaro Uribe Vèlez Presidente de la República Palacio de Nariño Carrera 8 No. 7-26 Santafé de Bogotá

ColombiaFax: +57 1 342 0592 / 337 5890

Attorney General Dr. Mario Germán Iguarán Arana Fiscal General de la Nación Fiscalía General de la Nación Diagonal 22B (Av. Luis Carlos Galán No. 52-01) Bloque C, Piso 4 Bogotá, ColombiaAnrede: Dear Attorney General,

Kopien an: Botschaft der Republik Kolumbien I. E. Frau Dr. Maria Dora Victoriana Mejía Marulanda Kurfürstenstr. 84, 10787 Berlin

Telefax: 030-2639 6125
E-Mail: info@botschaft-kolumbien.de

''' Mustertext'''

Your Excellency,

I am writing to express my concern for the safety of members of human rights groups, trade unions, indigenous and other organizations following the 6 March demonstrations.

Please ensure that all measures deemed appropriate by the individuals and organizations named in the threat issued on 11 March, are taken to guarantee their safety.

In addition, I call for full and impartial investigations into the killings of social activists and the death threat issued on 11 March, the results of which should be made public and those responsible brought to justice;

Finally, I urge for decisive action to confront and dismantle paramilitary groups and investigate and break their links with the security forces, in line with repeated UN recommendations.

Yours sincerly,

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