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Forderungen von Amnesty International anlässlich des 1. Mai an die iransichen Behörden (Mai 2009)

Anlässlich des Tages der Arbeit fordet Amnesty International die iranischen Behörden auf, die Repression gegen die unabhängigen GewerkschafterInnen zu beenden:

  • Unverzügliche Freilassung aller, die wegen ihrer gewerkschaftlichen Aktivitäten in Haft sind
  • Fallenlassen der Anklagepunkte in allen Fällen, wo Menschen aus diesem Grund angeklagt sind
  • Beendigung der repressiven Massnahmen, die Gewerkschaften und ihre Mitglieder zu Außenseitern abstempeln

Amnesty International fordert außerdem den Iran auf, friedliche 1. Mai-Kundgebungen nicht zu verbieten oder stören.

Freilassung von Mansour Ossanlu und Ebrahim Madadi

Amnesty fordert die unverzügliche und bedingungslose Freilassung von Mansour Ossanlu und Ebrahim Madadi, führende Mitglieder der Teheraner Busgewerkschaft. Die Gewerkschafter wurden zu fünf bzw. drei Jahren Haft verurteilt. Informationsbroschüre zu Mansour Ossanlu

Revision der Verfahren gegen die Gewerkschafter der Zuckerfabrik HTSCC

AI fordert die Behörden auf, die Fälle der fünf führenden Mitglieder der Gewerkschaft der Zuckerrohrfabrik Haft Tapeh (Haft Tapeh Sugar Cane Company/HTSCC) zu prüfen und die Urteile aufzuheben. Im April 2009 wurden die fünf Gewerkschafter zu Haftstrafen von vier bis sechs Monaten plus zusätzliche sechs bis acht Monate bedingt verurteilt, weil sie am 1. Mai 2008 ausländischen JournalistInnen Interviews gaben. Darin schilderten sie die Arbeitsbedingungen in der Zuckerfabrik, was ihnen Anklagen wegen "Propaganda gegen das System" einbrachte. Die Gewerkschafter sind derzeit auf freiem Fuß und warten auf die Berufung. Siehe auch die Aktion zu Ali Nejati, Vorsitzender der Gewerkschaft.

1. Mai-Kundgebungen

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche 1.Mai-Kundgebungen gewaltsam aufgelöst, und TeilnehmerInnen zu Gefängnisstrafen verurteilt und ausgepeitscht.

Mehr Informationen

Weitere Informationen in der öffentlichen Erklärung von Amnesty (im englischen Original).